Politik und Literatur
In diesen von politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen geprägten Zeiten ist es die Aufgabe von uns allen, für die Werte einer freien, demokratischen Gesellschaft einzustehen. Was es dazu braucht, ist die Bereitschaft zum respektvollen Diskurs und gegenseitigen Zuhören.
— Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins
Bereits zum fünften Mal tritt auf Initiative der Buchbranche ein breites Bündnis zur Woche der Meinungsfreiheit zusammen, um mit einem umfangreichen und vielfältigen Programm die Bedeutung von Dialog, Debatte und Meinungsvielfalt herauszustellen und konkret zu praktizieren.“
Das Verständnis von Meinungsvielfalt ist gefährdet und damit die Demokratie. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind bereits in allen westlichen Gesellschaften zu sehen und de facto auch schon von jedem einzelnen von uns zu spüren. Daraus ergeben sich wichtige und dringliche Fragestellungen für unsere politische und gesellschaftliche Zukunft, die die Woche der Meinungsfreiheit 2025 aufgreift. Unter dem diesjährigen Motto „Streiten? Unbedingt!“ möchten wir mit bundesweiten Veranstaltungen die Idee von Streitkultur und Meinungsaustausch in die Gesellschaft tragen und auf die Gefährdung von Demokratie, Vielfalt und die Freiheit des Wortes aufmerksam machen. Im Fokus stehen dabei unter anderem der Einfluss sozialer Medien, Algorithmen und KI auf Meinungsbildung und Streitkultur, die Bedeutung von Meinungsfreiheit in Zeiten von Krieg und Vertreibung und das Demokratieverständnis von Jung und Alt.
Das Verbot von Büchern ist ein zentraler Eingriff in das Demokratieverständnis einer Gesellschaft, das von Vielfalt und Offenheit geprägt ist. Werke von Vladimir Nabokov, Salman Rushdie, Toni Morrison, Berthold Brecht und Rosa Luxemburg sind nur wenige Beispiele. Daher ist der Buchhandel als einer der wichtigsten Begegnungsorte für einen freien und pluralistischen Austausch herzlich dazu aufgerufen, dem verbotenen Buch eine Stimme zu geben. Die Aktion findet am Samstag, 3. Mai, als Auftakt der Woche der Meinungsfreiheit statt.
Des Feuers Geist
Lesetheater zum Gedenken an die Bücherverbrennung 1933 und zur Woche der Meinungsfreiheit
vom 3. bis 10. März 2026.
Mit Pathos, Pomp und maximaler Propaganda wurden 1933 in zahlreichen deutschen Städten Bücher und
politische Schriften öffentlich verbrannt, der deutsche (Un-)Geist medienwirksam inszeniert.
Wer organisierte und lenkte diese bildwirksamen Ereignisse?
Warum haben brennende Bücher eine so eindringliche Wirkung?
Wieso stehen Feuer und Buch und dessen brennender Geist in so spannungsvollen Reizen?
In der szenischen Lesung setzen sich die Schauspieler Marjam Azemoun und Frank Sommer mit Idee, Tradition und Wirkungskraft von Bücherverbrennungen auseinander. Den Zeitzeugen Erich Kästner und Egon Erwin Kisch geben sie ihre Stimme. Sie präsentieren eindringliche Texte von Journalisten wie Can Dündar und einen
Videoaufruf der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi.
Sie weisen auf, wie heute weltweit Schriftsteller:innen und Journalist:innen mit vergleichbaren Mitteln und
Methoden verfolgt und unterdrückt werden.
Sie analysieren und kommentieren: Wo Bücher brennen, naht Diktatur.
Sie appellieren #niewiederistjetzt
Eine Veranstaltung für bis zu 250 Besucher:innen auf großer Bühne oder im Bibliotheksraum,
Dauer rund 75 Minuten.
Bei den Kulturtagen am 09. November 2023 waren Marjam Azemoun und Frank Sommer mit ihrem Lesetheater "Des Feuers Geist" zu Gast in der Steinhagener Bibliothek.
Klicken Sie hier um den Artikel im Westfalen-Blatt zu lesen.
Frauen.Leben.Politik
Mit ihrem überraschenden Programm ist sie kommende Woche zu Gast in der Stadtbücherei Miesbach.
Sie kämpften für Rechtegleichheit und Freiheit und um ihre politischen und
gesellschaftlichen Überzeugungen. Sie definieren politische Ziele, sind Vordenkerinnen und Vorbilder. Es geht um Frauenrechtlerinnen der ersten Stunde,
politische Querdenkerinnen wie Rosa Luxemburg, Widerstandskämpferinnen wie Sophie Scholl, Philosophinnen wie Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt.
„Wenn wir uns den Menschenrechten zuwenden, dann kommen wir gar nicht daran vorbei, uns vor allem die Frauenrechte anzuschauen“, sagt Marjam
Azemoun. Die Autorin, Schauspielerin und Regisseurin aus Berlin widmet sich in ihrer kabarettistischen Lesung „Frauen.Leben.Politik“ Frauen im 20. Jahrhundert.
Das 20. Jahrhundert wird von starken Frauen in der Politik geprägt. Sie kämpfen für Rechtegleichheit und Freiheit und um ihre politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen. Sie definieren politische Ziele. Sie sind Vordenkerinnen und Vorbilder. Sie werden bejubelt, bespitzelt, bekämpft und verfolgt. Sie prägen den politischen Diskurs des 20. Jahrhunderts bis in unsere Zeit.
Frauenrechtlerinnen der ersten Stunde, politische Querdenkerinnen wie Rosa Luxemburg, Wiederstandskämpferinnen wie Sophie Scholl, die Frauen der Grundgesetzgebung nach der Stunde Null, Philosophinnen wie Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt, extremistische Frauen wie Ulrike Meinhof, Politikerinnen wie Rita Süssmuth, Claudia Roth, Gesine Schwan.
Geschichtliches, Gesellschaftliches, Literarisches und Politisches präsentiert Marjam Azemoun in Lesung, Vortrag und mit szenischen Mitteln.
KulturVision berichtet online über Marjam Azemoun und ihre kabarettistische Lesung. Klicken Sie hier, um den Artikel zu lesen.
Ausgrenzen-Entrechten-Vernichten
Holocaust-Gedenkveranstaltung
Was haben die Ausgrenzung und Entrechtung und die anschließende Vernichtung der europäischen Juden und Andersdenkender im Dritten Reich mit der Bürgergesellschaft heutzutage zu tun? Ist der Holocaust ein
einzigartiges Geschichtsereignis? Lassen sich Rückschlüsse, Parallelen, Mechanismen erkennen?
In einer szenischen Lesung mit interaktiven Momenten setzen sich die Schauspieler Marjam Azemoun und Frank Sommer mit Ausgrenzung und Entrechtung auseinander, stellen Fragen und fordern
zur Stellungnahme heraus.
Zeitzeugenberichte, Textausschnitte aus aktuellen Büchern und Videomaterial beleuchten die Ereignisse und die systematische Verfolgung im Dritten Reich.
Die Gedenkveranstaltung erinnert an den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945.
Ausstattung, Technik, Ablauf
Dauer eines Programms von 75 bis 120 Minuten, mit Pause
Spielfläche ca. 3 x 3 Meter in der Bibliothek oder im Veranstaltungssaal, auch ohne Bühne möglich, ggf. auf Podest
Mikro und Tontechnik in großen Sälen und ab 80 Zuschauern
Beleuchtung
Tisch, Stuhl, Lesesessel, ggf. Redepult
Checkliste mit Technik und Ausstattung erhalten Sie bei Ihrer Buchung.
Preise ab € 625,-
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